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Käthe Sasso (geb. 1926)

Käthe Sasso (geb. 1926)

Käthe Sasso, 1926 in Wien geboren, war während der Zeit des Nationalsozialismus im politischen Widerstand aktiv.

Die Eltern von Käthe Sasso waren bereits in der Zeit des Austrofaschismus im Widerstand tätig. Beide waren überzeugte Antifaschisten. Das Terror-Regime der Nationalsozialisten veranlasste sie schließlich im politischen Widerstand zu arbeiten und somit auch den Aktivismus ihrer Eltern fortzusetzen. Sie arbeitete bis zur ihrer Verhaftung in der Widerstandsgruppe "Gustav Adolf Neustadl".

Wie so viele wurde auch sie von einem Spitzel der Gestapo denunziert. Sie wurde am 21. August 1942 verhaftet. Die Anklage lautete "Hochverrat". Als eine der jüngsten Widerstandskämpferinnen erlitt sie mit nur 16 Jahren die brutalen Verhöre und Torturen der Gestapo. Sie musste miterleben, wie nahezu alle aus ihrer Widerstandsgruppe hingerichtet wurden. Nach jahrelangen Aufenthalten in Gefängnissen der Nationalsozialisten wird sie 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 28. April 1945 gelingt ihr in der ersten Nacht die Flucht im Zuge eines "Todesmarsches" in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. In der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges trieb die SS in sogenannten "Todesmärschen" Häftlinge in andere Konzentrationslager. Viele der Häftlinge hielten die Strapazen der "Todesmärsche" nicht aus und wurden von der SS erschossen.

Käthe Sasso lebt in Winzendorf und setzt sich bis heute unermüdlich für das Andenken der hingerichteten WiderstandskämpferInnen der "Gruppe 40" ein. Die Gedenktafel für die "Gruppe 40" wurde schlussendlich am 27. Oktober 2015 am Wiener Zentralfriedhof enthüllt. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem "Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich" ausgezeichnet.

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