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Josef Angermann (1912–1944)

Josef Angermann (1912–1944)

Josef Angermann war ein kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den austrofaschistischen Ständestaat und das nationalsozialistische Regime.

Er wurde Anfang 1930 Mitglied der KPÖ. Nach der Niederschlagung der Februarkämpfe wurde er für seine Mitgliedschaft im Republikanischen Schutzbund zu zehn Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung wanderte Angermann in die Tschechoslowakei aus, später nach Russland. In Moskau besuchte er die Internationale Lenin-Schule und wurde später von der Parteiführung nach Paris geschickt, wo er als Journalist arbeitete.

Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 schickte man Josef Angermann unter einem Decknamen zurück nach Wien. Allerdings flog seine Deckung auf, da die Gestapo die früheren Polizeiakten erhielt und somit seine kommunistischen Aktivitäten bekannt waren. Nach längerer Haft, unter anderem im KZ Dachau, wurde er zur Wehrmacht eingezogen und an die Ostfront geschickt. Es gelang Angermann jedoch zu desertieren und sich der Roten Armee anzuschließen.

Die in Moskau aktive Auslandsleitung der KPÖ beschloss Angermann erneut als verdeckten Agenten nach Wien zurückzuschicken. So wurde er als Fallschirmagent mit gefälschten Papieren in Österreich abgesetzt. Die Gestapo bekam "Wind" von der Aktion und fahndete intensiv nach ihm. Angermann wurde festgenommen.

Nach den brutalen Verhören durch Johann Sanitzer im Gestapo-Hauptquatier entriss Angermann einem Wachmann das Bajonet und fügte sich selbst schwerste Verletzungen zu, an deren Folge er auch verstarb.

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