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Pestsäule

Kaiser Leopold I. und sein Gelübde – ein barockes Monument zum Dank

Wien wurde 1679 von einer der letzten großen Pestepidemien heimgesucht. Wer es sich leisten konnte, verließ die Stadt. Kaiser Leopold I. flüchtete mit seinem Hofstaat zunächst auf den Leopoldsberg. Er gelobte jedoch, sobald der "Schwarze Tod" vorbei sei, ein Denkmal zu stiften.

Pestsäulen oder Dreifaltigkeitssäulen erinnern nicht nur an die Schrecken der Pest

So entstand die Pestsäule am Wiener Graben, sie wurde zum Vorbild all jener Pestsäulen, die in den meisten Städten der Monarchie aufgestellt wurden und die heute noch fast jedes Stadtbild prägen. Denn hier geht es nicht nur um die dankbare Errettung vor der Pest, vielmehr sollen die Pestsäulen in der gesamten Monarchie an das Haus Habsburg erinnern. An den Sieg über seine Gegner: die Osmanen, die Protestanten und die Juden.

Der Grundstein zur heutigen Pestsäule aus Marmor wurde am 30. Juli 1687 an derselben Stelle gelegt, an der sich bereits die vorherige hölzerne Dreifaltigkeitssäule befunden hatte.

Die Säule ist 21 Meter hoch und entspricht damit fast genau der Höhe des Hochaltars des Stephansdomes, der nur 20 cm niedriger ist.

Die Säule weist ein kompliziertes ikonographisches Programm auf. Viele Künstler und Handwerker wirkten im Laufe der Zeit bei der Pestsäule mit und schufen trotz großer Vielfalt ein einheitlich wirkendes und einzigartiges Monument, das den neuen religiösen Gefühlen der Zeit des Hochbarocks entsprach. Das ursprüngliche Konzept von Joseph Frühwirth wurde unter anderem von Johann Bernhard Fischer von Erlach, Paul Strudel, Lodovico Ottavio Burnacini, Johann Ignaz Bendel und Tobias Kracker weiterentwickelt und verwirklicht.

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