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Ceija Stojka (1933-2013)

Ceija Stojka (1933-2013)

Ceija Stojka, 1933 in der Steiermark geboren, war Zeit ihres Lebens Schriftstellerin und Malerin. Sie war Angehörige der Volksgruppe der Roma und als solche der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt.

Ihre Familie, die aus dem Burgenland stammte, zog zunächst als Pferdehändler durch Österreich. Allerdings wurde ihnen dies unter dem nationalsozialistischen Regime verboten.

Mit der Machtergreifung wurde der Vater ins Konzentrationslager Dachau deportiert, wo er hingerichtet wurde. Ceija kam zusammen mit der verbleibenden Familie ins Konzentrations- und Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau. 1944 wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter und vier Geschwistern von dort ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, und kurz vor Kriegsende ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Dort wurden sie befreit.

Von der ehemaligen Großfamilie Stojka, bestehend aus rund 200 Personen, überlebten nur sechs Familienmitglieder die Gräuel des Nationalsozialismus. Ceija und ihre Geschwister überlebten als Kinder drei Konzentrationslager.

Mit dem Erinnerungsband "Wir leben im Verborgenen" (veröffentlicht 1988) begann sie für eine breitere Öffentlichkeit von ihren Erlebnissen als Kind und der Verfolgung durch die Nazis zu erzählen. Einige Jahre später folgte die Fortsetzung "Reisende auf dieser Welt". Mit ihren Büchern und später auch Bildern machte sie auf das Schicksal der Volksgruppe als eine der ersten öffentlich aufmerksam.

Zusammen mit ihren Geschwistern Karl und Mongo Stojka engagierte sich Ceija Stojka bis zu ihrem Tod unermüdlich als Zeitzeugin. Sie trat auch in Schulen auf, um über ihre Lebensgeschichte zu berichten und nahm am ZeitzeugInnenprojekt "Die letzten Zeugen" im Burgtheater teil. Ihre Geschichte wurde im Burgtheater vorgetragen, sie selbst verstarb allerdings kurze Zeit vor der Premiere 2013.

Für ihre Arbeit wurde Ceija Stojka mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt den Bruno-Kreisky-Preis für das "Politische Buch 1993" sowie das "Goldene Verdienstkreuz des Landes Wien".

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