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Stephansdom

Das Wiener Wahrzeichen und seine politische Bedeutung

Als mit der Errichtung des Stephansdoms im 12. Jahrhundert begonnen wurde, lebten in Wien 5.000 Menschen, ein Gutteil davon war noch nicht christianisiert. Erst im Jahr 1469 wurde Wien zum Bischofssitz und der Stephansdom damit zur Kathedrale.

Erinnerungszeichen am Stephansdoms

Bei der zweiten Türkenbelagerung wurde der Dom beschädigt. Daraufhin wurde die Pummerin gegossen und auch andere Erinnerungszeichen angebracht. Sie reichten vom Grab Prinz Eugens bis zum 1894 errichteten Türkenbefreiungs-Denkmal und die Capistrankanzlei, die an Giovanni di Capistran erinnert. Er war ein Feldträger, der hier triumphierend auf einen getöteten türkischen Elitesoldaten tritt. Neben den Türken wurden auch die Juden als Gegner thematisiert. Auf dem Fries über dem Riesentor ist ein Jude mit Judenhut zu sehen.

Der Dom brennt

Während des Kampfes um Wien im Frühjahr 1945 setzten Plündernde den Stephansdom in Brand, nachher wurde behauptet, die Rote Armee hätte das Gotteshaus verwüstet. Der brennende Stephansdom wurde zum Symbol für das leidende Österreich, die anschließende Renovierung zur Metapher für den Wiederaufbau. Zugleich war das nachträglich eingeritzte "O5" rechts des Portals ein Zeichen des katholisch-bürgerlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Jüngere Forschungen stellen allerdings die organisierte Widerstandsgruppe von "O5" in Frage.

Maria Restituta in der Barbarakapelle

2009 wurde in der Barbarakapelle die Skulptur von Schwester Maria Restituta enthüllt. Das Kunstwerk stammt von Alfred Hrdlicka. Auf dem Sockel stehen die Namen der sechs Straßenbahner,  die in der Zeit des Nationalsozialismus zusammen mit der Ordensfrau am 30. März 1943 im Wiener Landesgericht enthauptet wurden. Helene Kafka, so ihr bürgerlicher Name, hatte sich geweigert, im Krankenhaus Mödling Kruzifixe zu entfernen, darüber hinaus hatte sie regimekritische Texte verfasst.

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