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Josef Vallaster

Josef Vallaster

Josef Vallaster war ein österreichischer Nationalsozialist, der ab 1940 an den Verbrechen der NS-Euthanasie und des Holocaust beteiligt war. Er war Aufseher in der NS-Tötungsanstalt Hartheim sowie im Vernichtungslager Sobibor. In beiden war Vallaster direkt am Massenmord beteiligt. Er wurde im Oktober 1943 bei einem Aufstand in Sobibor von einem Häftling getötet.

Vallaster wurde nach dem Krieg als "Kriegsopfer" bzw. Gefallener auf dem örtlichen Kriegerdenkmal seiner Heimatgemeinde Silbertal angeführt und war in den Totenbüchern in der Krypta des Heldentors in Wien vermerkt.

Gemäß der "Opferthese" (Österreich als "erstes Opfer der nationalsozialistischen Aggressionspolitik") fand bis in die 1980er Jahre kaum eine öffentliche Auseinandersetzung über die Mitverantwortung bzw. Täterschaft von ÖsterreicherInnen statt. Erst im Umbruchsjahr 1986 wurde in Folge der Waldheim-Affäre die Mitverantwortung international thematisiert und eine differenziertere Beschäftigung mit dem Thema ermöglicht.

Ab dem Jahr 2000 fand eine regionale Auseinandersetzung in der Heimatgemeinde von Vallaster statt. 2007 wurde der "Fall Vallaster" auch in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. In Folge wurde das Kriegerdenkmal durch einen Erinnerungsplatz ersetzt, wo nun über die Täterschaft Vallasters informiert wird. 2012 wurden Vallaster neben anderen NS-Tätern aus den Totenbüchern am Wiener Heldenplatz gestrichen.

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