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Josef Auinger (1897-1961)

Josef Auinger (1897-1961)

Josef Auinger war ein Nationalsozialist, der als SS-Obersturmbannführer Karriere im nationalsozialistischen Regime machte.

Ab 1923 arbeitete er bei der Wiener Sicherheitswache. Bereits 1933 trat Auinger der damals noch verbotenen NSDAP bei. Seine politische Gesinnung nahm starken Einfluss auf seine Arbeit: Er konzentrierte sich auf die Verfolgung von SozialdemokratInnnen und KommunistInnen anstatt die illegalen Aktivitäten der Nationalsozialisten zu ahnden. Gleichzeitig gab er Informationen an Nationalsozialisten weiter und behinderte damit laufende Ermittlungen.

Mit dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 begann sein beruflicher Aufstieg: Auinger wurde Gestapo-Kommissariatsleiter in St. Pölten bzw. in Wien. Später wurde er stellvertretender Leiter der Gestapo Salzburg und Linz. Auinger wird von ZeitzeugInnen als besonders brutal beschrieben und von ihnen "Prügelkommisar" genannt.

Zu Kriegsende wurde Auinger an die Russische Besatzungsmacht übergeben. Er kehrte erst 1956 aus der Gefangenschaft zurück und wurde aufgrund der Spätheimkehrer-Amnestie nie rechtlich belangt. Er verstarb 1961 in Oberösterreich.

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